Berichte

Ein "RG-65 Scharmützel" - 3. Lauf zum Region Cup Ost

Berichte
Berichte >> Berichte

Bad Saarow rief zum 3. Lauf des diesjährigen Regio Cups Ost und 11 Starter aus dem Norden und Osten kamen an den Brandenburger Scharmützelsee. Die weiteste Anreise hatte Kristian aus Bad Segeberg, aber Uwe, Thomas und Arne aus Hamburg bzw. Lübeck hatten es aber nicht viel weniger weit. Aus Meckenburg war Uli mit von der Partie. Den "Rest" stellten die üblichen Verdächtigen aus der Region - Jürgen aus Bad Saarow, Mario als Veranstalter aus Storkow, Steven aus Alt-Stahnsdorf, Jens aus Rangsdorf, Achim aus Teltow und last but not least Heiko aus Berlin. Heiko, zwar neu in der RG-Runde aber doch schon von der MM bekannt, war mit dem Schiff seines Bruders am Start. Kristian war mit einer brandneuen und noch nie gesegelten GT am Start. Arne und Thomas hatten Offsets im Gepäck. Mario segelte eine JIF.65, Jürgen seine "Einfach so". Achim und Uwe starteten mit Laerkes, Uli, Heiko und Steven mit Banquishs. Jens trat wie immer mit seiner MiniTUX an.

Im Gegensatz zum 2. Lauf in Krakow gab es diesmal wieder reichlich Wind. Angesagt waren 3-4 aus SW und die können auch gut gewesen sein, da der Scharmützelsee immer wieder reichlich Schaumkrönchen zeigte. Durch den auflandigen Wind stand auch eine ungewohnte Welle.

Der von Mario ausgelegte Kurs war den lokalen Verhältnissen geschuldet und dadurch etwas ungewöhnlich. Auflandiger Wind, Steganlage und Dampferanlegestelle mussten bei der Kursplanung berücksichtigt werden. Aber bis auf den sehr engen Raum an der Startlinie war das alles nicht weiter tragisch. Beim Start musste man aber aufpassen, dass man sich nicht auf Legerwall zwischen den Stegschwimmern festsegelte.

Von Beginn an zeigte die Laerke von Achim ihre guten Starkwindeigenschaften. Aus irgendeinem Grund läuft dieses Boot bei etwas mehr Wind wie der Teufel. Gut dabei auch die Banquishs (ein von Uli Burbath modifizierter Vanquish-Riss), die gute Universalboote sind. Steven war von Anfang an gut mit dabei und Heiko wurde immer besser. Nur Uli hatte schon bessere Tage. Auch Arne kam nicht richtig in die Gänge. Seine Offset wollte in der Welle nicht so richtig.

Andere hatten aber noch mehr Pech. So fiel Thomas wegen unerklärlicher Funkstörungen von Anfang an aus, auch ein Akku- und Empfängertausch halfen da nicht. Kristians GT zeigte ein paar ernstere Kinderkrankheiten und fiel wegen nassem Empfänger und kaputtem Segelservo auch schon bald aus, gefolgt von Uwe, dessen Empfänger auch Wasser abbekam.

Nach den ersten Läufen lag Achim deutlich Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Aber dann erwischte es auch ihn. Nasser Empfänger, abgesoffenes Segelservo und Ausfall des Ruderservos führten zu einem ersten DNF. Dabei war gar nicht so viel Wasser im Schiff, nur durch die Wellen wurde das gut verteilt. Pech für ihn. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Nach dem er in einer Crashaktion die ganze Elektronik gewechselt hatte und mit nur einem Laufausfall wieder dabei war, gab es in einer Trimmpause einen Crash am Ufer. Mast und die Verklebung zwischen Rumpf und Deck überlebten einen Zusammenstoß mit einem Hinweisschild nicht.

Davon profitierten dann die anderen. Steven blieb mit einer konstant guten Leistung an der Spitze, aber Arne und Heiko holten mächtig auf. Beide profitierten wohl von dem etwas nachlassenden Wind und von der geringer werdenden Welle. Arne konnte dadurch seine gewohnte Routine ausspielen und Heiko kam mit dem Schiff seines Bruder immer besser zurecht.

In der Endabrechnung war es dann ziemlich knapp. Steven vor Heiko und Arne, dahinter Jürgen. Achim fiel durch den Ausfall bis auf den 5. Platz zurück, für Uli reichte es punktgleich mit Achim nur zum 6. Rang. Den 7. Platz belegte Mario. Jens schaffte es auf den 8. Platz, Kristian, der die Regatta mit einer geliehenen Palo del Agua zu Ende segelte, belegte den 9. und Uwe den 10. Platz. Ohne einen Lauf gesegelt zu haben, musste sich Thomas mit dem letzten und 11. Platz begnügen. Danke übrigens für das Schreiben der Einlaufprotokolle!

Eine schöne Location ist das in Bad Saarow - Diensdorf. Der Wind war gut, das Wetter spielte auch mit. Es war eine rundum schöne Veranstaltung, die bei Radler, Apfelschorle und Kaffee im Haus am See gemütlich ausklang.

Inzwischen ist der Verfasser auch wieder zuversichtlich, dass seine Laerke zu retten ist. Vielleicht findet sich bei der Reparatur auch endlich die Ursache für die bisher nicht erklärbaren Wassereinbrüche ...

... nur Fotos gibt es diesmal (noch?) nicht

Achim GER 253 / 453

zurück